CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 79% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

DISCLAIMER

Our systems have detected that you are using a computer with an IP address located in the USA. If you are currently not located in the USA, please click “Continue” in order to access our Website.

Local restrictions - provision of cross-border services

Swissquote Ltd is authorised and regulated in the UK by the Financial Conduct Authority (FCA). Swissquote Ltd is not authorised by any US authority (such as the CFTC or SEC) neither is it authorised to disseminate offering and solicitation materials for offshore sales of securities and investment services, to make financial promotion or conduct investment or banking activity in the USA whatsoever.

This website may however contain information about services and products that may be considered by US authorities as an invitation or inducement to engage in investment activity having an effect in the USA.

By clicking “Continue”, you confirm that you have read and understood this legal information and that you access the website on your own initiative and without any solicitation from Swissquote Ltd.

If cookies are currently disabled on your computer, you will be required to continue accepting this legal information for every new page visited on this website. In order to avoid this, please enable cookies on your computer.

Research Market strategy
by Swissquote Analysts
Live Analysis

SNB und Markt auf Kollisionskurs

1

Nach einem kurzen Flirt mit der «Normalisierung» sind die globalen Zentralbanken nun entscheidend zurückhaltend. Sie werden wahrscheinlich erneut einen globalen Lockerungszyklus starten, beginnend mit dem FOMC bei seiner Sitzung am 31. Juli. Auch wenn die Fed ihre politische Einstellung am deutlichsten öffentlich geändert hat, so zeigen sich auch die EZB und BoJ zurückhaltender, da die Inflationsprognosen schwach bleiben und das Wachstum nachlässt. Die Märkte gehen davon aus, dass es die EZB im September der Fed mit Zinssenkungen und zusätzlichen Anlagenkäufen nachtun wird. Der Markt scheint mit dieser Idee zufrieden zu sein, da die implizierte zweiwöchige Euro-Dollar-Volatilität unter dem Durchschnitt des letzten Jahres liegt, selbst nachdem die EZB-Sitzung andeutete, dass die Währungshüter bereit sind, die wirtschaftlichen Anreize offenzulegen. Die EZB könnte die Märkte durch den Umfang oder den Zeitpunkt dieser möglichen Lockerungsmassnahmen überraschen, aber es wird weitgehend erwartet, dass Massnahmen anstehen.

Das wird die SNB wahrscheinlich zurückhaltender machen.

Am 15. Januar 2015 erklärte die SNB plötzlich, dass sie die Währungsbindung des Schweizer Franken gegenüber dem Euro nicht länger aufrechterhalten wolle. Diese Massnahme sollte die erwarteten CHF-Zugänge als Folge einer EZB mit negativen Zinsen verhindern.

Auch wenn das makroökonomische Umfeld heute nicht so schwierig ist wie damals, so sind die Bedingungen doch ähnlich. Wir denken, dass die EZB weitere Lockerungsmassnahmen ergreifen und somit eine Rotation des Kapitals in die Schweiz auslösen wird. Die Massnahmen danach sind etwas unklar. Sehr wahrscheinlich dürfte die SNB den offiziellen Leitzins noch stärker senken.

Nach den viel publizierten Kommentaren sagte auch SNB-Chef Jordon, dass die Zinsen noch tiefer ins Negative gehen könnten. In der Vergangenheit sagte Jordan: «Wenn wir zu dem Schluss kommen, dass es zur Erfüllung unseres Mandats nötig ist, dann sind wir natürlich bereit, unsere geldpolitischen Instrumente einzusetzen.»

Auch wenn die SNB für die Politik ein reibungsloses Umfeld ankündigt, so vermuten wir dennoch, dass die Dinge komplizierter sind. Die massive Bilanz der Zentralbank bereitet uns Sorgen und ein höheres Devisenmanagement (selbst wenn man diese in Aktien umwandelt), ist nicht gegeben. Das deutliche Versagen der SNB, im letzten Jahr während der Italienkrise wesentlich zu intervenieren, zeigt, dass die Fähigkeit der SNB, zu intervenieren, begrenzt ist. Die negativen Zinsen schaden jedoch Banken und Sparern, bieten aber den Wohnungspreisen Aufwärtsmomentum (was in dem Statement betont wird).

Zu Beginn der Finanzkrise 2007-2008 lagen die Rücklagen der SNB bei schwachen 15% des BIPs. Aber nach dem extremen Lockerungszyklus mit multiplen direkten Deviseninterventionen, negativen Zinsen und dem Festlegen eines harten Mindestwechselkurses gegenüber dem Euro liegen die Rücklagen bei instabilen 120% des BIPs. Das lässt vermuten, dass die SNB eine höhere CHF-Aufwertung akzeptieren wird.

Da sich die Normalisierung der globalen Geldpolitik umdreht und auch das makroökonomische Risiko steigt, wird der CHF stark nachgefragt bleiben. In der Vergangenheit hat der CHF während des Lockerungszyklus der Fed und der Rezession besser abgeschnitten als die Devisen der G10. Trotz der negativen Zinspolitik der SNB und Drohungen, an den Währungsmärkten physisch zu intervenieren, ist der CHF der König unter den sicheren Häfen. Die Schweiz hat den grössten aktuellen Leistungsbilanzüberschuss in Prozent des BIPs. Der Schweizer Leistungskontoüberschuss beträgt 10% des BIPs, deutlich höher als der JPY, der andere herausragende sichere Hafen. Diese Tatsache verleiht dem CHF den Ruf einer glaubwürdigen antizyklischen Absicherung vor einer Rezession.

Die Kapitalrigidität in der Schweiz war ein echtes Problem für die SNB. Mit der Verlangsamung der globalen Wirtschaft und Zentralbanken, die bereit sind, Lockerungsmassnahmen zu ergreifen, ist es unwahrscheinlich, dass der Privatsektor mit dem Kapitalexport beginnen wird. Die SNB-Mitglieder sollten sich wirklich etwas ausruhen, dass es im Herbst rund gehen wird.

CH0359014864_4_CHF
CHF
Open
Close
High/Low /
Volume
Market
Ask
Bid
 
Live chat