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Research Market strategy
by Swissquote Analysts
Live Analysis

Roche gewinnt nach starkem Geschäftsjahr 2018 an Boden

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Einen Tag nach der Veröffentlichung der Ergebnisse von Novartis, die unter den Schätzungen lagen, legt Roche überraschend gute Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 vor und erwartet ein positives Umsatzwachstum für 2019. Die Aktie von Roche überstieg zum ersten Mal seit 19 Monaten wieder die Schwelle von 260 CHF, denn mit der erfreulichen Nachricht sollen die Aktionäre eine Dividende von 8,70 CHF pro Aktie erhalten (Vorjahr: 8,30 CHF). Dies wäre die 32. jährliche Dividendenerhöhung in Folge in der Geschichte des Unternehmens.

Mit einem Jahresumsatz von 56,8 Milliarden CHF (+7%) und einem Betriebsgewinn von 20,5 Milliarden CHF (+8%) sowie einem IFRS-Reingewinn von 10,9 Milliarden CHF liefert das grosse Schweizer Pharmaunternehmen ein gutes Ergebnis. Dies ist ein beeindruckender Anstieg von 23% gegenüber dem Ergebnis 2017 (8,8 Milliarden CHF), der auf höhere Finanzerträge und eine weitere Unterstützung durch die US-Steuerreform zurückgeht. Wenn man sich die Beiträge der einzelnen Geschäftseinheiten ansieht, erwirtschaftete die grösste Konzerndivision Pharma (die für mehr als 75% des Gesamtumsatzes steht) 43,96 Milliarden CHF (+7%), gefolgt von Diagnostics mit 12,88 Milliarden CHF (+7%).

Die wichtigsten Wachstumsträger in der Konzerndivision Pharma ist der neue Multiple Sklerose Bestseller Ocrevus von Roche (2,4 Milliarden CHF Umsatz), der für das Unternehmen die beste Produkteinführung seiner Geschichte war, sowie die Krebsmedikamente Perjeta, Alecensa und Tecentriq, deren Umsätze ebenfalls zulegten. Die Division Diagnostics erzielte ebenfalls positive Verkaufszahlen in den Bereichen Centralised und Point of Care Solutions (+8%), gefolgt vom Immundiagnostik-Geschäft (+11%). Die wichtigsten Herausforderungen für Roche bleiben jedoch bestehen, da das Unternehmen in Europa bei seinen älteren Krebsmedikamenten MabThera/Rituxan (-47%) und Herceptin (-16%) angesichts einer verstärkten Konzentration auf die Segmente starke Rückgänge hinnehmen muss.

Als sechstgrösstes Pharmaunternehmen, das seinen Finanzbericht nun vorgelegt hat, zeigt sich, dass Roche auch 2018 der leistungsstärkste Arzneimittelhersteller ist, der die höchsten Prognosewerte der Branche für 2019 vorweisen kann (Umsatzwachstum im unteren bis mittleren einstelligen Bereich). Im Gegensatz zu den Konkurrenten, die bei den Medikamentenpreisen unter Druck stehen, ist Roche nach wie vor optimistisch, dass es dank seiner patentgeschützten Multiplen Sklerose und Krebsmedikamente die Verluste bei den Biosimilars (Nachahmerprodukten von Biopharmazeutika) mit verbesserten Margen deutlich ausgleichen kann.

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